AUFFÜHRUNGEN 

14. Mai 2022 | 18 Uhr – Olympiapark
15. Mai 2022 | 11 und 18 Uhr


 

Wo fühlt sich wer wohl, wer begegnet wem, wo gibt es die »jungen«/»reichen«/»armen« Orte der Stadt
und wo sind die »Anderen«?
Welcher Ort schließt wen aus, und was heißt eigentlich barrierefrei?
Wie erlebe ich als neu zugezogene Person/geflüchteter Mensch die Stadt?

Andrea Marton und Stephanie Felber erarbeiten mit Menschen, unabhängig von deren tänzerischer Erfahrung, körperlichen Möglichkeiten und kultureller Herkunft, einen performativen Audiowalk im öffentlichen Raum. Dieser wird mit einer altersgemischten und diversen Gruppe erkundet, seziert, auditiv und choreografisch inszeniert, diskutiert und dabei neu als Gemeinschaft erlebt.

Die öffentliche Wahrnehmung für diese unterschiedliche Teilhabe und die unterschiedlichen Zugänge sollen geschärft werden. Vertreter:innen unterschiedlicher Herkunft und Kulturerfahrung konfrontieren sich mit in Choreographie gegossenen, bewussten oder unbewussten Aspekte der alltäglichen Kommunikation. Scheinbare Selbstverständlichkeiten, Privilegien und Macht-strukturen im Stadtraum werden hinterfragt.

Mit »Ich. Du. Er. Sie. Wir! ZUSAMMEN-geh-HÖREN« initiieren Stephanie Felber und Andrea Marton ein neues Diskursformat: Der physisch-tänzerische Austausch zu urbanen Situationen und Orten wird genährt vom Dialog einer diversen, tanzenden Gruppe und der Stadtbevölkerung. Der Prozess begann im März 2022 mit einem zweitägigen praktischen Workshop als Kick-Off. In diesem Zusammentreffen wurden Fragen, Themen, Orte gesammelt. Daran anschließend finden 6 Wochen lang in wechselnden Kleingruppen wöchentliche Erkundungen im öffentlichen Raum statt. Dabei wird recherchiert, diskutiert, geschrieben, gefilmt, Audios gesammelt und Bewegung generiert.

Das bei den öffentlichen Aufführungen durch den Stadtraum geführte Publikum begleitet die Performer:innen mit einem „silent-disco-system“ und begegnet hierbei immer wieder neuen performative Situationen. Durch Musik, Text und Einladungen „Teil der Intervention“ zu werden, entsteht eine gemeinsame Wahrnehmung für das Miteinander im öffentlichen Raum.